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Erbrechts-ABC | Erbrecht

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Letzte Änderung: 05.12.2013
Datum Haftung Letztwillige Verfügung Nachlassgericht Quote Testamentsvollstreckung Unterschrift Widerruf eines Testamentes 

Änderung: 06.11.2013
Abkömmling Adoption Ausschlagung Bestattungskosten Erblasser / Erblasserin Erbgemeinschaft Gesetze Nachlass  Pflichtteilsansprüche Pflichtteilsergänzungsansprüche Rechtsstellung der Erben Testament Vermächtnis 


A

Abkömmling
In der Sprache des Bürgerlichen Gesetzbuches werden die Nachkommen in gerader Linie (Kinder, Enkel, Urenkel etc.) Abkömmlinge genannt. Sie sind erb- und ggf. pflichtteilsberechtigt.

Adoption
Adoptierte Kinder sind heute erbrechtlich gegenüber den annehmenden Eltern den leiblichen Kindern gleichgestellt. Allerdings gibt es bei adoptierten Kindern verschiedene Besonderheiten, was erbrechtliche Ansprüche bezüglich der übrigen Verwandten der annehmenden Eltern und bezüglich der leiblichen Eltern betrifft.

Ausschlagung
Wer nicht Erbe werden will, kann die Erbschaft ausschlagen. Achtung, hier gelten strikte Fristen und Formvorschriften. Die Erbschaft kann nur innerhalb einer Frist von 6 Wochen ab Kenntnis vom Erbfall und von der eigenen Erbenstellung ausgeschlagen werden. Weiter muss die Ausschlagung in öffentlich beglaubigter Form erklärt werden und in dieser Form innerhalb der 6-Wochen-Frist beim Nachlassgericht eingehen. Auch darf der Erbe die Erbschaft nicht angenommen haben. Wer erwägt, die Erbschaft auszuschlagen, sollte sich also rechtzeitig durch einen Anwalt oder einen Notar beraten lassen, um Nachteile zu vermeiden.

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B

Bestattungskosten
Die Kosten der Bestattung gehören zu den Nachlassverbindlichkeiten und sind im Regelfall von den Erben zu tragen. Daneben gibt es jedoch für die nächsten Angehörigen die Pflicht, für die Bestattung zu sorgen und auch für die entsprechenden Kosten aufzukommen.

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C

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D

Datum
In Testamenten und anderen letztwilligen Verfügungen sollen Ort und Datum der Errichtung angegeben werden. Das Datum ist dabei wichtig dafür, im Nachhinein feststellen zu können, welche Regelung gelten soll, falls es mehrere, sich ggf. teils widersprechende Testamente gibt.

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E

Erblasser / Erblasserin
Einer der zentralen Begriffe des Erbrechts ist der Erblasser bzw. die Erblasserin. Gemeint ist damit eine Person, die ein Erbe hinterlassen hat oder hinterlassen wird. Wenn von Erblasserin oder Erblasser die Rede ist, sind daher damit nicht zwingend Verstorbene gemeint. Betont werden die Begriffe jeweils auf der ersten Silbe, also Erblasser bzw. Erblasserin, nicht Erblasser oder Erblasserin.

Erbgemeinschaft
Wird ein Erblasser oder eine Erblasserin von mehreren Personen beerbt, bilden diese eine Erbengemeinschaft. Anders als eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, die von den Beteiligten freiwillig gebildet wird, um einen gemeinsamen Zweck zu verfolgen, ist die Erbengemeinschaft eine „Zufallsgemeinschaft“ und eigentlich nur als vorübergehende Gemeinschaft angelegt. Einige weitere Erläuterungen finden Sie in unserem Artikel „Die Erbengemeinschaft“.

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F

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G

Gesetze
Das Erbrecht ist im 5. Buch des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) in den Paragraphen §§ 1922 – 2385 BGB geregelt.

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H

Haftung
Der Alleinerbe tritt unmittelbar mit dem Erbfall in die rechtliche Stellung des Erblassers ein und haftet damit – auch mit dem eigenen Vermögen - für die Schulden des Verstorbenen. Es ist allerdings möglich, die Haftung auf den vorhandenen Nachlass zu beschränken, indem eine Nachlassverwaltung oder – bei nicht ausreichendem Nachlass – eine Nachlassinsolvenz beantragt wird.

Für die Erbengemeinschaft gelten Besonderheiten: Solange der Nachlass nicht aufgeteilt wurde, sondern von der Erbengemeinschaft getrennt vom eigenen Vermögen verwaltet wird, haften die Erben nicht mit ihrem eigenen Privatvermögen, sondern nur mit dem Nachlass. Dies ändert sich jedoch, wenn der Nachlass aufgeteilt wird und damit Nachlassvermögen in das Privatvermögen der einzelnen Miterben gelangt (näheres auch in unserem Artikel „Die Erbengemeinschaft“).

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I

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J

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K

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L

Letztwillige Verfügung
Die letztwillige Verfügung ist ein Oberbegriff für verschiedene Formen und Arten von Regelungen, die sich mit dem Nachlass beschäftigen. Sie kann in Form eines Testamentes oder eines Erbvertrages getroffen werden. Mögliche Inhalte sind neben der Erbeinsetzung oder Enterbung auch das Aussetzen eines Vermächtnisses oder die Anordnung von Auflagen und Beschwerungen für die gesetzlichen Erben.

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M

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N

Nachlass
Nachlass ist die Sammelbezeichnung für das, was der oder die Verstorbene hinterlässt, also die Gesamtheit von Gegenständen, Forderungen und Verbindlichkeiten.

Nachlassgericht
Das Nachlassgericht ist eine Abteilung des Amtsgerichts am Ort des letzten Wohnsitzes des Verstorbenen. Es ist unter anderem zuständig für die Eröffnung von letztwilligen Verfügungen oder die Erteilung von Erbscheinen sowie für die Entgegennahme von Erbschaftsannahme- oder -ausschlagungserklärungen.

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O

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P

Pflichtteilsansprüche
Eine Mindestbeteiligung am Nachlass für die nächsten Angehörigen (Ehegatten, Kinder und unter bestimmten Voraussetzungen Enkel oder Eltern).Näheres hierzu auch in unserem Artikel Pflichtteilsansprüche - die Grenzen der Testierfreiheit

Pflichtteilsergänzungsansprüche
Wird ein Pflichtteil durch lebzeitige Schenkungen des Erblassers oder der Erblasserin ausgehöhlt, kann der Pflichtteilsberechtigte verlangen, dass die Schenkungen in einem bestimmten Rahmen dem Nachlass fiktiv hinzugerechnet werden. Näheres hierzu auch in unserem Artikel Pflichtteilsansprüche - die Grenzen der Testierfreiheit

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Q

Quote
Die Erbquote gibt an, zu welchem Anteil ein Erbe an einem Nachlass beteiligt ist. Diese Quote kann sich nach der gesetzlichen Erbfolge richten oder in einer letztwilligen Verfügung vom Erblasser festgelegt werden.

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R

Rechtsstellung des Erben
Mit dem Erbfall tritt der Erbe in die Rechtsstellung des Verstorbenen ein. Was dem Verstorbenen gehörte, gehört nun dem Erben; was der Verstorbene schuldete, muss nun der Erbe bezahlen.

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S

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T

Testament
Das Testament ist eine letztwillige Verfügung eines Erblassers, in der er Regelungen dazu treffen kann, was nach dem eigenen Tod mit dem Nachlass geschehen soll. Ein Testament kann entweder eigenhändig handschriftlich oder notariell errichtet werden.

Testamentsvollstreckung
Ein Erblasser kann im Testament eine Person bestimmen, die die Abwicklung des Nachlasses übernehmen soll, und so sicherstellen, dass seine Vorstellungen auch umgesetzt werden. Die Person, welche das Amt des Testamentsvollstreckers übernehmen soll, muss allerdings damit einverstanden sein. Der Erblasser sollte daher vorsorglich anordnen, dass im Fall, dass der vorgesehene Testamentsvollstrecker das Amt ablehnt, ein anderer Testamentsvollstrecker vom Nachlassgericht bestimmt wird.

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U

Unterschrift
Testamente müssen eigenhändig unterschrieben werden. Die Unterschrift hat unter anderem eine Abschlussfunktion. Werden unter der Unterschrift noch Nachsätze hinzugefügt, müssen diese ebenfalls unterschrieben werden, da sie anderenfalls nicht als Bestandteil der letztwilligen Verfügung angesehen werden.

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V

Vermächtnis
Ein Vermächtnis ist eine Zuwendung vom Erblasser, die einen schuldrechtlichen Anspruch gegen die Erben gewährt. Im Unterschied zum Erben ist ein Vermächtnisnehmer nicht unmittelbar am Nachlass beteiligt.

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W

Widerruf eines Testamentes
Ein Testament kann in verschiedenen Formen widerrufen werden:
Ausdrücklich durch ein Widerrufstestament, konkludent durch Errichtung eines neuen, abweichenden Testamentes oder durch (absichtliche) Vernichtung des früheren Testamentes durch den Erblasser selbst. Bei Testamenten, die bei Amtsgerichten verwahrt werden, gilt auch die Rücknahme aus der Verwahrung als Widerruf des Testamentes.

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X

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Y

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Z

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Autor:
Lars Kukowski
Rechtsanwalt
Tätigkeitsschwerpunkte Erbrecht und Immobilienrecht
MRB Fachanwaltskanzlei
Schuhstr. 42/43, 38100 Braunschweig


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